6. Ausschusssitzung »Bürgerzentrum Gustavsburg«

Sport- und Kulturbund Gustavsburg – In seiner 6. Sitzung kam viel Bewegung in den Sonderausschuss Bürgerhaus Gustavsburg: Der Sport- und Kulturbund (SKB) brachte einen neuen Vorschlag der Vereine für den Neubau eines Bürgerhauses im Stadtteil Gustavsburg ein.

Nach der letzten ernüchternden Sitzung im Oktober hatten die Vereine die Uhren auf Null gestellt. Das Ergebnis: Ein Vorschlag, der sich intensiv mit den vorgetragenen Hindernissen wie Finanzierbarkeit, die Parkplatzsituation, den Lärm oder der Raumkonzeption befasste. 

Uwe Fischer vom SKB stellte mit großer Emotionalität im Bürgerhaus den Vertretern der Politik und den zahlreich erschienenen Bürgerinnen und Bürgern die neuen Ideen vor. In Abstimmung mit den Ortsvereinen präsentierte der Dachverband den Plan einer Industriehalle hinter dem ehemaligen Verwaltungstrakt der MAN (heute TIGZ-Gebäude). Ein Standort außerhalb von Wohngebieten könnte eine Reihe von Problemen lösen – das Grundstück hinter dem TIGZ Gebäude, das nur wenige hundert Meter vom jetzigen Bürgerhaus entfernt ist und somit fußläufig erreichbar wäre, erfüllt dieses Kriterium.

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Einen Vorschlag, den alle Ortsvereine in einer gemeinsamen Absichtserklärung in Art und Bauweise und Standort schriftlich unterstützen. In der schnell und kostengünstig zu bauenden Halle von rund tausend Quadratmetern Fläche würden sich die im Ausschuss ermittelten Raumbedarfe realisieren lassen, unterstrich Fischer. Auch eine detailliert untermauerte Kostenkalkulation hatten die Vereine im Gepäck. Anstelle einer sehr teuren individuellen baulichen Lösung, die in allen Schätzungen mit mehreren Millionen Euro veranschlagt wurde – und derzeit nicht finanzierbar sei – wurde vorgeschlagen, die Nutzung einer eine Halle in Systembauweise zu prüfen. Diese neuen „Hallen von der Stange“ sind deutlich kostengünstiger, sind energetisch auf einem modernen Stand und könnten schnell realisiert werden. Die Gegenfinanzierung erscheint so durch den Verkauf der bisherigen Grundstücke an der Rudolf-Diesel-Str. sowie der  verfügbaren Grundstücksfläche des alten Bürgerhauses möglich. 

SPD und Freie Wähler machten sich zum klaren Fürsprecher dieser Idee und versprachen auch, diesen Vorschlag als Fraktion in den Ausschuss einbringen zu wollen, was der SKB aus formalen Gründen nicht darf.

Auch neuen Ideen der Ausschussmitglieder, wie einen kleinen Marmoorsaal am Fritz Bauer Platz in Kombination mit einer große Stadthalle am TIGZ stehen die Vereine offen und positiv gegenüber. Bürgermeister von Trotha sicherte auf Wunsch der Fraktionen zu, das Projekt priorisiert in der Verwaltung zu bearbeiten und persönlich zu unterstützen.

Weiterhin ist es nun vonnöten, dass die Stadtverordnetenversammlung formal für eine Kompetenzerweiterung des Sonderausschusses stimmen muss, um das Bürgerhaus in der Systembauhalle auf die Agenda nehmen zu können. Dies soll zeitnah umgesetzt werden.

Die Vereinsvertreter freut es, dass sich ein Großteil der Fraktionen und die Stadtverwaltung aufgrund der Dringlichkeit dazu entschlossen haben, die von den Vereinen eingebrachte alternative Lösungen zu prüfen. Das Ganze ist verbunden mit der Hoffnung, dass die notwendigen formalen Schritte zeitnah erledigt werden können.

Trotz mehrerer Teilergebnisse, wie Feststellung der Bedarfe und Prüfung von Fördermöglichkeiten, ist man leider von der Umsetzung noch weit entfernt. Und das, obwohl die Schließung des alten Gebäudes droht und dann Notfallpläne erarbeitet und umgesetzt werden müssen. Es besteht dringender Handlungsbedarf. 

Abschließend bedankten sich die Vereinsvertreter des SKB, dass es unbürokratisch möglich war, die Vorstellungen und die Hintergründe zu präsentieren – denn „weitere Verzögerungen verbessern die Situation nicht“.


Text: Sport- und Kulturbund Gustavsburg // 19.12.2019