Bürgerzentrum in „Systembauweise“

Neuer Anlauf zum Bürgerhaus Gustavsburg

Sport- und Kulturbund Gustavsburg e.V. – „Ein akzeptabler, sinnvoller und durchaus realisierbarer Plan, der die Zukunft der Stadt nach vorne treiben kann“, so kommentierte Frederic Diercks, 1. Vorsitzender des TV Gustavsburg, das Ergebnis der am 12.11. stattgefundenen außerordentlichen Mitgliederversammlung des Sport- und Kulturbund Gustavsburg (SKB). Thema war erneut das Bürgerhaus in Gustavsburg. 

Gustavsburg braucht seit über zehn Jahren ein neues Bürgerhaus/Bürgerzentrum. Das ist die übereinstimmende Meinung aller politischen Kräfte und Vereine in Ginsheim-Gustavsburg. „Jeder Tag, an dem das heutige Haus weiterbetrieben werden muss und keine neue Lösung angegangen wird, verschlechtert die Situation“, so Daniel Martin, Vorsitzender des Sport- und Kulturbundes Gustavsburg e.V.

 

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Die seit 2014 bekannten und gerade von allen Fraktionen in der Stadtverordnetenversammlung bestätigten Bedarfe konnten aber immer noch nicht in ein von allen Parteien getragenes Konzept umgewandelt werden. Immer wieder hinderten Fragen rund um die Finanzierung, der denkbaren Lärmbelastung von Anwohnern, die Parkplatzsituation und Ähnliches den Fortgang des Verfahrens. Kreative Lösungen waren nicht in Sicht.

In der Mitgliederversammlung wagte der Vorstand des SKB deshalb einen neuen Anlauf und stellte die Uhren auf Null. Er stellte den Mitgliedsvereinen eine Idee vor, mit der die Bedarfe gedeckt werden und wohl viele offene Fragen beantwortet werden können. 

Wenn der Baukörper zu teuer und der vorgesehene Standort eventuell problembehaftet ist, muss man beide Punkte überdenken. So schlug der Vorstand des SKB vor, anstelle einer sehr teuren individuellen baulichen Lösung, die in allen Schätzungen mit mehreren Millionen Euro veranschlagt wurde, eine Halle in Systembauweise zu nutzen. Diese neuen „Hallen von der Stange“ sind deutlich kostengünstiger, sind energetisch auf einem modernen Stand und könnten schnell realisiert werden. Nach Schätzungen eines angehörten Architekten könnten so mehrere Millionen Euro gespart werden. Im Vergleich zu den bisher geschätzten 6 Millionen Euro müsste eine solche Halle mit ca. 2,5 Millionen Euro Gesamtkosten inkl. Grundstückskauf realisiert werden können. Die Finanzierung erscheint so durch den Verkauf der bisherigen Grundstücke an der Rudolf-Diesel-Straße sowie der  verfügbaren Grundstücksfläche des alten Bürgerhauses möglich. 

Ein Standort außerhalb von Wohngebieten könnte eine Reihe von Problemen lösen. Wünschenswert wäre zum Beispiel das Grundstück hinter dem TIGZ Gebäude, das nur wenige hundert Meter vom jetzigen Bürgerhaus Grundstück entfernt ist und somit fußläufig erreichbar wäre. Dies hätte darüber hinaus den Vorteil, dass auch Einnahmen durch gewerbliche Vermietung generiert werden könnten. 

Nach ausführlicher Diskussion stimmten die anwesenden Vereine und die Hauptnutzer dem Vorschlag einstimmig zu und unterzeichneten eine entsprechende Erklärung. Damit hat der SKB die Möglichkeit, die Politik zu bitten, diesen Vorschlag parallel zum jetzigen Vorgehen zu prüfen.

Andrea Forg, Sitzungspräsidenten des Gustavsburger Carneval Clubs ist begeistert von den neuen Vorschlägen: „Eine hervorragende Idee, die die Zukunft der Fastnachtssitzungen in unserem Stadtteil und auch die Zukunft unseres Vereins sichert. Der Standort hinter dem TIGZ ist ideal.“ Endlich scheint eine finanzierbare Lösung in Sicht!

Am 12.12., um 19.30 Uhr, findet im Bürgerhaus Gustavsburg die öffentliche Sitzung des Ausschusses „Bürgerzentrum Gustavsburg“ statt, in der diese Alternative vorgestellt wird!


Text: SKB // 05.12.2019